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Gläubiger mit den gesicherten forderungen im insolvenzverfahren einer juristischen person

Wie kann ich mich über den Stand des Insolvenzverfahrens informieren?

Um zumindest teilweise seine Forderungen befriedigen können, muss der Gläubiger aktiv überwachen, ob der Schuldner für zahlungsunfähig erklärt wurde.

Solche Informationen finden Sie  kostenlos auf der Internetseite des Insolvenzregisters. Hier kann der Gläubiger prüfen, ob und wann der Schuldner für insolvent erklärt wurde. Außerdem kann der Gläubiger auf der Internetseite des Insolvenzregisters Informationen über den Insolvenzverwalter des Schuldners sowie Informationen über Gläubigerversammlungen finden.

Wie werde ich Gläubiger in einem Insolvenzverfahren?

Obwohl man im alltäglichen Leben jeden als Gläubiger bezeichnet, der von einem anderen aufgrund eines Schuldverhältnisses etwas verlangen kann, gilt im Rahmen eines Insolvenzverfahrens nur diejenige Person als Gläubiger, deren Anspruchsrecht im Insolvenzverfahren ordnungsgemäß anerkannt wurde. Daher muss der Gläubiger aktiv sein und seine Forderung rechtzeitig geltend machen, da er sonst seine Forderung gegenüber dem Schuldner vollständig verlieren kann.

Die Forderungen der Gläubiger gegen einen Schuldner sind dem Verwalter innerhalb eines Monats ab dem Tag, an dem die Eintragung in das Insolvenzregister über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens des Schuldners erfolgt ist, vorzulegen.

Hat der Gläubiger die Frist für die Einreichung einer Forderung versäumt, so kann er seine Forderung gegen den Schuldner innerhalb einer Frist von höchstens sechs Monaten, spätestens jedoch bis zu dem Tag, an dem der Plan zur Beilegung der Forderungen der Gläubiger erstellt worden ist, nachmelden. Es ist zu beachten, dass dem Gläubiger in diesem Fall kein Stimmrecht eingeräumt wird.

Was sind die Hauptrechte des Gläubigers im Insolvenzverfahren?

Das Insolvenzgesetz bietet dem Gläubiger mehrere Möglichkeiten, das Insolvenzverfahren des Schuldners zu beeinflussen. Der Gläubiger ist beispielsweise berechtigt, verschiedene Arten von Einwänden zu erheben. So kann der Gläubiger einen Bericht über die Nichtvorhandensein des Schuldnervermögens und einen Plan für den Verkauf des Schuldnervermögens bestreiten. Der Gläubiger kann auch die Absicht des Insolvenzverwalters, die Einstellung des Anspruchsrechts durchzuführen sowie die Absicht, einen Vergleich abzuschließen bestreiten. Außerdem kann der Gläubiger eine Prüfung der Tätigkeit des Insolvenzverwalters beantragen. Es ist jedoch zu beachten, dass die Prüfung von den Gläubigern selbst finanziert wird.

Wie kann der Gläubiger seine Rechte im Insolvenzverfahren schützen?

Eine der wichtigsten Möglichkeiten zum Schutz der Rechte des Gläubigers ist das Recht, den Insolvenzverwalter zur Einberufung einer Gläubigerversammlung aufzufordern. Eine Gläubigerversammlung ist eine organisierte Form der gemeinsamen Tätigkeit des Gläubigers zur Beschlussfassung der Gläubiger. Die Gläubiger können an der Gläubigerversammlung teilnehmen und über die wichtigen Entscheidungen im Verfahren abstimmen. Sie können beispielsweise die Höhe der Vergütung des Insolvenzverwalters festlegen, die Entlassung des Insolvenzverwalters vorschlagen, die Kosten des Insolvenzverfahrens genehmigen und die Art und Weise der Veräußerung des Vermögens des Schuldners bestimmen.

Der Gläubiger kann seine Rechte auch vor Gericht vertreten. So ist der Gläubiger berechtigt, gegen die Entscheidung des Insolvenzverwalters über die Nichtanerkennung oder Teilanerkennung seiner Forderung Berufung einzulegen. Der Gläubiger kann auch die Entscheidung des Insolvenzverwalters über die Anerkennung der Forderung eines anderen Gläubigers beim Gericht anzufechten. Außerdem ist der Gläubiger berechtigt, beim Insolvenzkontrolldienst eine Beschwerde über die Handlungen des Insolvenzverwalters im Rahmen des Insolvenzverfahrens einzureichen. Die Gründe für eine Beschwerde können unterschiedlich sein. Das sind die Fälle, wenn der Insolvenzverwalter dem Gläubiger während des Insolvenzverfahrens nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zur Verfügung stellt oder wenn es nicht möglich ist, mit dem Insolvenzverwalter Kontakt aufzunehmen, oder wenn der Insolvenzverwalter keine gesetzlich festgelegten Verpflichtungen erfüllt.

Es ist allerdings zu beachten, dass der Gläubiger seine Rechte unabhängig von der Höhe seiner Forderung ausüben kann. Im Insolvenzverfahren funktioniert das Prinzip der Gleichheit der Gläubiger. Der Gläubiger kann nicht in seinem Recht eingeschränkt werden, die erforderlichen Maßnahmen im Insolvenzverfahren des Schuldners zu ergreifen, selbst wenn die Forderung des ungesicherten Gläubigers nur einen kleinen Teil der Stimmen ausmacht, außer in Sonderfällen, in denen eine bestimmte Anzahl von Stimmen erforderlich ist. Damit der Gläubiger seine Rechte im Rahmen des Insolvenzverfahrens kennt, kann er für eine qualifizierte Rechtsberatung an die Rechtsanwaltskanzlei „LUMOS“ wenden. Die Anwälte der Rechtsanwaltskanzlei verfügen über umfangreiche Erfahrung im Umgang mit komplexen Situationen. Der Leiter der Rechtsanwaltskanzlei ist ein zertifizierter Insolvenzverwalter. Unsere Anwälte bieten ihren Mandanten volle rechtliche Unterstützung bei der Durchführung des Insolvenzverfahrens juristischer Personen.

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